starre Endoskope
Starre Endoskope bestehen vereinfacht dargestellt aus ineinanderliegenden dünnwandigen Rohren, in denen das Bildweiterleitungssystem und die Lichtleitfasern (Einzelfaserdurchmesser 30–70 µm) integriert sind, und aus dem Endstück mit Lichtanschluss und genormtem Okulartrichter zur Aufnahme der Kamera bzw. für den direkten Einblick. Das Instrumentarium und das Zubehör sind auf den jeweiligen Endoskoptyp abgestimmt. Starre Endoskope unterscheiden sich durch folgende Eigenschaften:
- Außendurchmesser
- Nutzlänge
- Integrierter Arbeitskanal
- Objektfeldwinkel (40°–115°)
- Blickrichtung
- Bildweiterleitungssystem
- Anzahl und Art der Lichtleitfasern
Der Außendurchmesser starrer Endoskope liegt überwiegend in einem Bereich von 1,9–10 mm. Bei verschiedenen Anwendungen sind Blickrichtungen erforderlich, die nicht in der Achsrichtung (0°) des Endoskops liegen. Die unterschiedlichen Blickrichtungen bis zu 120° werden durch die Integration von Prismen in das Objektiv realisiert. Abbildung 9.1 zeigt ein Laparoskop für die MIC mit Detailaufnahmen der unterschiedlichen Blickrichtungen. Die meisten starren Endoskope kommen mit einem Instrumentarium zum Einsatz, das neben dem Einführen des Endoskops auch das Zuführen weiterer Instrumente ermöglicht. Spezielle Typen, wie beispielsweise Operationslaparoskope, besitzen einen integrierten Arbeitskanal. Die in der starren Endoskopie verwendeten Bildweiterleitungssysteme werden in einer der nächsten Blogbeiträge aufgelistet.

Laparoskop, Außendurchmesser 10 mm, Nutzlänge 300 mm, Blickrichtung 0° mit Detailaufnahmen der verschiedenen Blickrichtungen v.l.n.r. 0°, 30°, 50° (Fa. RICHARD WOLF GmbH , Knittlingen)