starre Endoskope
Starre Endoskope bestehen vereinfacht dargestellt aus ineinanderliegenden dünnwandigen Rohren, in denen das Bildweiterleitungssystem und die Lichtleitfasern (Einzelfaserdurchmesser 30–70 µm) integriert sind, und aus dem Endstück mit Lichtanschluss und genormtem Okulartrichter zur Aufnahme der Kamera bzw. für den direkten Einblick. Das Instrumentarium und das Zubehör sind auf den jeweiligen Endoskoptyp abgestimmt. Starre Endoskope unterscheiden sich durch folgende Eigenschaften:
- Außendurchmesser
- Nutzlänge
- Integrierter Arbeitskanal
- Objektfeldwinkel (40°–115°)
- Blickrichtung
- Bildweiterleitungssystem
- Anzahl und Art der Lichtleitfasern
flexibles Endoskop
Ein flexibles Endoskop besteht aus einer abwinkelbaren Spitze, einem flexiblen Schaft, dem Steuergehäuse und den entsprechenden abnehmbaren bzw. fest angebrachten Anschlussleitungen. Der Schaft des Endoskops besteht aus einer Konstruktion aus Metallgeflecht und -spirale und einem speziellen Kunststoffschlauch. Die flexiblen Endoskope unterscheiden sich in folgenden Eigenschaften:
- Außendurchmesser
- Arbeitslänge
- Arbeitskanal
- Abwinkelebene
- Abwinkelbereich
- Objektfeldwinkel
- Bildweiterleitungssystem
- Anzahl und Art der Lichtleitfasern
Die endoskopische Bildgebung
An die Leistungsfähigkeit endoskopischer Abbildungssysteme werden hohe Anforderungen gestellt.
Die Leistungsfähigkeit wird u.a. durch folgende Größen beschrieben:
- Abbildungsqualität
- Helligkeit
- Auflösung
- Kontrast
- Vignettierung
- Schärfentiefe
- Empfindlichkeit (elektronische Bildweiterleitung)
- Signal-Rausch-Abstand (elektronische Bildweiterleitung)
Die Eigenschaften der endoskopischen Bildgebung werden insbesondere durch das verwendete Bildweiterleitungssystem bestimmt.
Das Endoskopie-System
Die ursprüngliche Funktion des Endoskops (gr. Endo innen, innerhalb; skopein betrachten) nämlich die Erzeugung von Bildern aus dem Körperinneren wird heute durch ein Endoskopie-System realisiert. Das Endoskop ist hierbei Teil eines Gesamtsystems, das je nach Anwendung unterschiedlich zusammengestellt sein kann. Ein Endoskopie-System umfasst folgende Teilfunktionen:
- Beleuchtung
- Bildgebung
- Visualisierung
- Dokumentation
- Instrumentenzuführung
Einführung in die Welt der Endoskopie
Die Endoskopie ist aus der modernen medizinischen Diagnostik und Therapie heute nicht mehr wegzudenken. Das Anwendungsspektrum der Endoskopie, die auf eine über 150jährige Geschichte zurückblickt, wird durch die Entwicklung immer neuer Verfahren und Methoden ständig erweitert. So hat die Endoskopie durch die Entwicklung der mininimal-invasiven Chirurgie (MIC) in den vergangenen Jahrzehnten eine noch höhere Bedeutung erlangt. Aber auch technische Fortschritte, wie die Entwicklung modernster Kameratechnologie mit der Möglichkeit der digitalen Weiterverarbeitung der endoskopischen Bilder, die Integration des Kamerasensors in die Endoskopspitze, das Design und die Fertigung hochkomplexer optischer Systeme, die weiter schreitende Miniaturisierung, die Verwendung hochwertiger Werkstoffe oder die Entwicklung neuer optischer Verfahren tragen zur Weiterentwicklung der Endoskopie bei.
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Richard Wolf stellt seit über 100 Jahren hochwertige Produkte rund um das Endoskop her. Sie werden für Diagnose und Therapie eingesetzt und finden sowohl in der Human- als auch in der Veterinärmedizin Verwendung. Moderne Endoskope finden heute in allen medizinischen Disziplinen ihren Einsatz, ob in der Chirurgie oder der Arthroskopie, in der Gynäkologie genauso wie in der Gastronenterologie, der Neuroendoskopie oder im HNO-Bereich.
Große Erfolge erzielen wir mit unseren Bereich Stoßwellen. Mehrere tausend Piezo-Keramikteilchen erzeugen Energie zur schmerzfreien und hochwirksamen Behandlung bei optimaler Schonung des umliegenden Gewebes.
Stammsitz von Richard Wolf ist Knittlingen zwischen Stuttgart und Karlsruhe. Über 1400 Mitarbeiter sind weltweit tätig, 120 Vertretungen und 7 Tochterfirmen machen Richard Wolf zu einem internationalen und innovativen Konzern.